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Einem Medienbericht des japanischen Fernsehsenders NHK zufolge, trifft Tepco derzeit Vorbereitungen zur Untersuchung des Containments von Reaktorblock 2 in Fukushima Dai-ichi mithilfe eines Endoskops.
Nach dem Reaktorunfall von Fukushima geht man in derzeitigen Analysen davon aus, dass es in den Blöcken 1, 2 und 3 des Kernkraftwerks zu Kernschmelzen kam. Doch bis heute ist nicht klar, wo sich der geschmolzene Kernbrennstoff befindet und wie es innerhalb der Containments aussieht. Mit Blick auf weitere Maßnahmen, die im Rahmen der Stilllegung durchgeführt werden sollen – zum Beispiel soll das Containment mit Wasser geflutet werden – ist das jedoch wichtig.
Am Dienstag, 17. Januar, trafen zehn Gruppen bestehend aus je vier Arbeitern die Vorbereitungen zur Untersuchung des Containments mittels eines Endoskops. Die Arbeiter wurden während des Vorgangs laut Betreiber einer Strahlendosis von bis zu 3 mSv ausgesetzt. Zum Vergleich: Die effektive Dosis, der ein Einwohner in Deutschland im Mittel pro Jahr ausgesetzt ist, setzt sich zusammen aus ca. 2,1 mSv aus natürlichen Strahlenquellen und ca. 1,9 mSv aus zivilisatorischen Strahlenquellen.
Nach Angaben von Tepco hatten die Arbeiter das Vorgehen Ende November 2011 bereits am typgleichen Block 5 geprobt. Vermutlich, um die Maßnahmen in einem weniger strahlenbelasteten Umfeld zu testen und so ihre Strahlenbelastung während der eigentlichen Maßnahme möglichst gering zu halten.
Die Arbeiter bohrten von der ersten Ebene des Reaktorgebäudes von Block 2, auf Höhe der Steuerstabantriebe ein Loch in das Containment, durch das das Endoskop eingeführt werden soll. Dabei handelt es sich um ein Industrieendoskop, das hohen Strahlungsdosen standhalten soll. Es ist nicht bekannt, dass Wasser oder Dampf aus dem Loch im Containment kam.
NHK meldet, dass das Endoskop morgen, am Donnerstag den 19. Januar, wie geplant eingesetzt werden soll. Man erhofft sich, dadurch zum ersten Mal einen Eindruck aus dem Inneren einer der zerstörten Reaktoren zu erhalten.